Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Westfalen e.V. - Bezirk Dortmund - Ortsgruppe Dortmund-Hombruch e.V.

Gefahren bei Gartenteichen und Planschbecken

Sommer, Sonne da lockt der Aufenthalt im Freien und natürlich das Wasser. Besonders auf Kinder üben Wasserflächen aller Art eine magische Anziehungskraft aus. Doch Vorsicht ist geboten. Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen für Kinder die zweithäufigste tödliche Unfallursache. Nicht nur an Flüssen, Seen oder in Swimmingpools lauert die Gefahr, sondern auch im heimischen Garten, warnt die DLRG Ortsgruppe Hombruch. Dabei entpuppen sich neben den weit verbreiten tiefen Regentonnen, immer wieder vermeintlich flache Teiche, als tödliche Falle. Gefahr am Gartenteich So ertrank erst in der letzen Woche wieder ein 22 Monate altes Mädchen in Brandenburg, während die Eltern eine Gartenparty feierten. Es hatte in einem unbemerkten Augenblick eine Gartenpforte geöffnet und war zu einem Teich gelaufen. Aber auch die an heißen Tagen beliebten Planschbecken stellen eine potentielle Gefahrenquelle dar.

Die Ursache weshalb Kinder Gewässern ertrinken, die nicht tiefer als 20-30 cm sind, liegt darin, dass Kinder im Vorschulalter, wenn sie mit dem Gesicht zuerst ins Wasser fallen einen Schock erleiden. Dieser Schock löst dann einen sogenannten Stimmritzenkrampf aus, die Atemwege sind verschlossen, das Kind erstickt. Da dabei kein Wasser in die Lungen eindringt, wird dieser Vorgang auch als trockenes trocknen Ertrinken bezeichnet. Ein weiterer Grund, warum Kinder in einem Gartenteich oder Planschbecken ertrinken, in dem sie eigentlich stehen können, liegt in der Anatomie und den Bewegungsabläufen kleiner Kinder. Um sich aufzurichten, stemmen sie sich vorne mit den Armen hoch. Doch im Wasser finden sie dafür keinen Halt, oder der Wasserstand ist für die noch kurzen Arme trotz insgesamt geringer Tiefe bereit zu hoch, der Kopf bleibt daher unter Wasser. Daher empfiehlt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Planschbecken sollten nach dem Gebrauch entleert Gefahr am Planschbecken und Regentonnen mit einem abschließbaren Deckel versehen werden. Gartenteiche am Besten mit einem stabilen Zaun schützten. Die im Handel erhältlichen Schutznetz haben sich in der Praxis nicht bewährt.

Auch dann wenn keine Kinder im eigenen Haus leben, sollten Gartenbesitzer mit einem Teich ihren Garten mit einem für Kinder nicht überwindbaren Zaun sichern. Im Einzelfall können auf Grund der Verkehrssicherungspflicht erhebliche Schadenersatzforderungen auf sie zu kommen, falls ein Kind in ihrem Gartenteich zu Schaden kommt.

Der beste Schutz, so der Tipp der DLRG-Hombruch, ist natürlich so früh wie möglich schwimmen zu lernen. Schwimmkurse bieten in allen Dortmunder Hallenbäder die DLRG und die Dortmunder Schwimmvereine an. Eine Ürsicht dazu bietet der Stadtsportbund auf seiner Homepage http://www.sportbund.dortmund.de an.

Weitere Informationen zur Kindersicherheit gibt es unter http://www.dlrg.de/Wassersicherheitstipps/haeusliche_Sicherheitstipps.html und unter http://www.kindersicherheit.de/. Informationen zur aktuellen Rechtssprechung finden die Teichbesitzer beim WDR.

Eine positive NAchricht gibt es noch. Dank intensiver Aufklärung konnte die Zahl der Ertrinkungsfälle bei Kindern im letzten Jahr halbiert werden.